Wassersportvereine-und-Sportbund-positionieren-sich-zur-Sportförderrichtlinie-und-Hafengebührensatzung-greifswald-sportbund

Foto: Sportbund Greifswald

Neufestlegung der Hafengebühren stellt einige Wassersportvereine vor existentielle Probleme.

Der Sportbund, alle 3 Greifswalder Seglervereine sowie der Greifswalder Anglerverein setzten sich am Dienstag sowohl mit den neuen Hafengebühren als auch mit dem Entwurf der Greifswalder Satzung zur Förderung des Sports auseinander. Beide Dokumente werden die Entwicklung der maritimen Sportarten in der Hafenstadt Greifswald nachhaltig beeinflussen, so war man sich einig.

Positiv wurde aufgenommen, dass die Gremien der Bürgerschaft den Beschluss drüber aufgeschoben haben, um insbesondere die Betroffenen nochmals dazu zu hören.

Einigkeit herrschte auch darüber, dass es grundlegender Änderungen bei der Förderung dieser Sportarten bedarf, will man die in der Präambel der Richtlinien gefassten Ziele erreichen.

In der Diskussion wurde beispielsweise deutlich, dass der Status einer Universitätsstadt und somit die Mitgliedschaft vieler Studenten in den Vereinen überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Während im öffentliche Leben Studenten den Kindern und Jugendlichen hinsichtlich von Ermäßigungen gleichgestellt werden, gilt das im Sportbereich nicht.

Hier sind sie als Erwachsene Vollzahler und finden auch in den Förderrichtlinien keine Berücksichtigung.

Wünschenswert wäre es daher, wenn hinsichtlich der Förderwürdigkeit künftig von Kindern, Jugendlichen und Studenten gesprochen werden würde.

Insofern gab es u. a, auch Bedenken gegen die in der Sportfördersatzung festgelegten Mindestmitgliedsbeitrag von 60,-€ als Voraussetzung für eine Förderung des Vereins.

Auf Unverständnis stieß weiterhin die unbegründet vorgenommene Absenkung der maximalen Rückerstattung von Miet- und Pachtgebühren. Hier waren es in der alten Richtlinie 100%,  jetzt erfolgt die Staffelung erst ab 90% abwärts. Ein klarer Rückschritt.

Gemeinsam mit dem Sportbund will man in Gesprächen mit Politik und Verwaltung dafür plädieren, die Greifswalder Wassersportvereine komplett aus der Hafengebührensatzung herauszulösen und sie so zu behandeln wie alle anderen Sportvereine auch, die kommunale Sportanlagen gepachtet haben.

Liegeplätze gehören nun einmal zu diesen Sportflächen, denn ohne diese kann der Wassersport nicht ausgeübt werden.

Folgt man dieser Logik der Gleichbehandlung, würde der Punkt 6.1. der Satzung zur Förderung des Sports greifen und die Wassersportvereine erhielten eine Rückerstattung der Pacht ihrer kommunalen Anlagen inclusive Liegeplatzgebühren wie die Pächter eines kommunalen Fußballplatzes oder die einer kommunalen Sporthalle.