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Warum Sportlehrer  in Mecklenburg-Vorpommer überflüssig sind.
Der Landessportbund will gemeinsam mit dem Kultusministerium der um sich greifenden Fettleibigkeit in der Schülerschaft den Garaus machen. Die Sportvereine in ihrer anerkannten Funktion als billigste Gesundheits-und Sozialklempner der Nation sollen` s richten. Theoretisch könnte man auch die Anzahl der Sportstunden erhöhen und mehr Sportlehrer einstellen.

Dass dies ein Irrweg wäre, weiß man in Regierungskreisen glücklicherweise schon seit  25 Jahren. Überhaupt, Sport ein Unterrichtsfach? Und Sportlehrer? Seien wir mal ehrlich, richtige Lehrer sind das doch gar nicht. Stellen wir uns so einen doch mal vor:  Dicke Arme, kleiner Kopf, Pfeife um den Hals , Stoppuhr in der Hand, „Dallidalli“ brüllend, mit einem sadistischen Zug um den Mund.

Das war´s doch schon. Sowas muss man doch nicht studieren. Das kann fast jeder! Wer Kinder hat, ist ja automatisch Pädagoge und vom Sport hat –siehe Bundesliga- fast jeder Ahnung bzw. weiß absolut Bescheid. Eltern haben wir genug.

In mehr als weiser Voraussicht  wurde das Sportinstitut an der Greifswalder Universität schon vor Jahren geschlossen. Ein erster Achtungserfolg! Weiter so!

Auch Rostock muss platt! Dennoch ist die dritte Sportstunde-wie schon seit 20 Jahren- wieder mächtig im Gespräch. Mit wem soll sie abgesichert werden? Mit ehrenamtlichen Übungsleitern und nicht ausgelasteten Eltern natürlich! Quereinsteiger an die Front!

Man könnte auch ein Qualifizierungsprogramm, natürlich in Form von Kurzlehrgängen, (gegen den Ball kann schließlich jeder treten) für Langzeitarbeitslose auflegen. Da würde man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein Modellprojekt für Deutschland und die Welt.  „Mit hochqualifizierten Hilfskräften gegen den Herzinfarkt im Grundschulalter!“ lautet die Devise. Da muss man neue Wege beschreiten und aus der Not (Fachkräftemangel) eine Tugend (Vollbeschäftigung) zaubern.

Abrakadabra, Sport macht`s möglich.

Natürlich nur in seiner ursprünglichen, archaischen Form, also unbelastet von Fachkenntnis, pädagogischem Kram und Psychospielchen.  So was brauchen wir nicht! Der klassische Sportlehrer ist ein Dino, ein kreidezeitliches, grauslig-graues Ungetüm.

Er muss weg, weg und weg!

 

Reinhard Bartl

-geläuterter Sportlehrer-