Schwenke: Streit im Kreisvorstand schadet dem Sport

Schwenke: Streit im Kreisvorstand schadet dem Sport

Sportausschussvorsitzende plädiert dafür, sich in Greifswald auf anstehende Aufgaben zu Konzentrieren / Vereine sollten weiter Ansprechpartner vor Ort haben.

Rückblick auf den 4. Sporttag des KSB V-G am 1.April 2016 in Anklam

Kommentar eines Delegierten

Wie schon die vorausgegangen Sporttage des Kreissportbundes reihte sich auch dieser ruhm-und nahtlos in eine permanente Auseinandersetzung ein, die da lautet: „Stadt gegen Land!“ Es ist ein Jammer mit ansehen zu müssen, wie sich ein Vorstand, der aus engagierten und kundigen Sportfreunden besteht, zerlegt und diese Selbstkastration erfolgreich auf die Mitgliedsvereine überträgt.

Wurden früher mehr oder weniger begründete Sachargumente ins Feld geführt um die jeweilige Position zu stärken, gipfelte dieser Verbandstag darin, das quasi mehrheitlich festgelegt wurde, wer ein „böses“ und wer ein „gutes“ Vorstandsmitglied ist.

Die Ausgangslage war und ist dabei klar. In diesem sinnlosen Regionalkampf stehen sich

die Vertreter von rund 90  Stadtvereinen und 280 Landvereinen gegenüber.

Eines muss man den Landvereinen lassen, sie halten im Gegensatz zu den Greifswaldern 100%-ig zur Fahne und „Abweichler“ gab es bei den Abstimmungen auf dem Sporttag nicht einen einzigen.

Vom Greifswalder Sportbund und 2 Greifswalder Vereinen wurden insgesamt 7 Anträge gestellt, die allesamt mehrheitlich abgelehnt wurden. Nicht ein Landverein stimmte für einen einzigen dieser Anträge, die die Vereine in ihrer Gesamtheit betrafen. Darüber diskutiert wurde sowieso nicht.

Als Delegierter des Greifswalder SV 98 muss ich daraus die Schlussfolgerung ziehen:

„ Sie wollen uns nicht, also sollen sie uns doch alleine machen lassen.“

Aber auch das wurde „demokratisch“ abgeblockt.

Als Vereinssportler sage ich allerdings: Wenn es der Vorstand des KSB in 3 Jahren nicht geschafft hat, ausgleichend und integrierend zu wirken und nicht davor zurückschreckt, Vereine bei Sporttagen aufeinanderzuhetzen, dann soll er sich zum Teufel scheren.

Sein kompletter, sofortige Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen wären für mich eine vernünftige Lösung.

Reinhard Bartl

Delegierter des GSV 98 auf allen 4 deprimierenden KSB-Sporttagen