Startschuss-für-die-Sportentwicklungsplanung-mit-einer-Befragung-Greifswalder-Bürger-zum-Sport--und-Bewegungsverhalten-beitrag

Zum Auftakt der Erarbeitung der Sportentwicklungsplanung für die Hansestadt Greifswald fand gestern im Rathaus auf Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Stefan Fassbinder ein Pressegespräch statt.

Prof. Dr.Michael Barsuhn vom beauftragten Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung in Potsdam, der Leiter des Immobilienverwaltungsamtes , Winfried Kremer, der Vorsitzende des Greifswalder Sportbundes Bernt Petschaelis, sowie Nadine Hoffmann vom Amt für Bildung, Sport und Kultur gaben der anwesenden Presse dazu umfangreiche Informationen.

Startschuss-für-die-Sportentwicklungsplanung-mit-einer-Befragung-Greifswalder-Bürger-zum-Sport--und-Bewegungsverhalten-01
Startschuss-für-die-Sportentwicklungsplanung-mit-einer-Befragung-Greifswalder-Bürger-zum-Sport--und-Bewegungsverhalten-02
Startschuss-für-die-Sportentwicklungsplanung-mit-einer-Befragung-Greifswalder-Bürger-zum-Sport--und-Bewegungsverhalten-04
Startschuss-für-die-Sportentwicklungsplanung-mit-einer-Befragung-Greifswalder-Bürger-zum-Sport--und-Bewegungsverhalten-03

PRESSEMITTEILUNG HANSESTADT GREIFSWALD

Startschuss für Sportentwicklungsplanung – Greifswalder werden zum Sport- und Bewegungsverhalten befragt

Bewegen Sie sich gern? Wo treiben sie Sport und welche Sportarten bevorzugen Sie? Wo sehen Sie in Greifswald noch Verbesserungsmöglichkeiten?  Welche Wünsche und Vorstel­ lungen in Sachen Sport und Bewegung haben Sie?

Diese und andere Fragen sind Bestandteil einer großen Umfrage, die Anfang März in Greifswald startet. Insgesamt 6.000 per Zufall ausgewählte  Bürgerinnen Und Bürger wer­ den anonym zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten befragt. Dazu erhalten sie per Post einen Fragebogen zugeschickt. „Es ist wichtig, dass so viele wie möglich den Fragebogen ausfüllen”, wirbt Oberbürgermeister  Dr. Stefan Fassbinder für eine rege Teilnahme. Je mehr sich beteiligen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Sie helfen dabei, das Sportangebot in Greifswald zu optimieren. Letztlich profitieren alle Bürgerinnen und Bür­ ger von einem guten Sportangebot in Greifswald”, ist sich der Oberbürgermeister  sicher.

Gleichzeitig werden alle Vereine , Kitas und Schulen online nach ihrem Bedarf befragt. Vereine, die keine E-Mail haben, können sich bei Nadine Hoffmann vom Amt für Bildung, Kultur und Sport melden, damit die Umfrage per Post verschickt werden kann. (n.hoffmann@greifswald.de).

Parallel zu den Befragungen werden sämtliche Sportstätten und -anlagen besichtigt und bewertet. „Wir wissen, dass wir weiteren Sanierungsbedarf in einigen Hallen und Sportan­ lagen haben, das betrifft auch vereinseigene Sportstätten. Die Sportentwicklungsplanung soll helfen, den Zustand sämtlicher Anlagen zu analysieren, um anschließend eine Priori­ tätenliste für notwendige Investitionen zu erstellen”, führt Dr. Stefan Fassbinder weiter aus.

Die Ergebnisse sowohl der repräsentativen Umfrage als auch der Sportstättenanalyse bilden die Grundlage für „Empfehlungen zur Sportentwicklung”, die anschließend gemein

sam mit dem Institut für kommunale Sportentwicklungsplanun_g (INSPO) an der Fach­ hochschule für Sport und Management Potsdam erarbeitet werden. Die Mitarbeiter haben gerade vergleichbare Studien für Wismar und Neubrandenburg durchgeführt.

In Greifswald werden sie von einer Arbeitsgruppe unterstützt, zu der neben Fachämtern der Verwaltung auch Vertreter des Stadt- und Kreissportbundes, von Vereinen, Schulen und Kitas sowie der Kommunalpolitik gehören.

Prof. Dr. Michael Barsuhn vom Institut für kommunale Sportentwicklung betont: „ Integrier­ te Sportentwicklungsplanung bedeutet für uns die Beteiligung vieler Akteure: die Sport treibenden Institutionen und Organisationen, die Schulen, Kindertagesstätten und sonsti­ gen Bildungseinrichtungen , die Bürgerinnen und Bürger, die nicht im Verein organisiert sind, und natürlich auch die anderen Fachressorts der Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt. Nur wenn wir von Anfang an deren Belange und Bedarfe kennen und berücksichtigen können, lässt sich eine integrierte Sport- und Stadtentwicklung errei­ chen.”

Erste Ergebnisse liegen voraussichtlich im Herbst 2018 vor. Diese werden dann bei öf­ fentlichen Workshops vorgestel lt und gemeinsam weiterentw ickelt. Die endgültige Sport­ entwicklungsplanung wird vorauss ichtlich im Februar 2019 vorgestel lt.

Greifswald ist eine Stadt des Breitensports

 In Greifswald sind über 13.500 Sportfreunde  in 78 Sportvereinen des Sportbundes Greifswald aktiv (Stand: 31.12.2017). Das ist ein Spitzenwert  in Mecklenburg­ Vorpommern. Sportinteressierte  können aus rund 50 verschiedenen Sportarten wählen. Größter Sportverein ist nach wie vor die Hochschulsportgemeinschaft  mit mehr als 2.350 Mitgliedern. Rückgrat dieses umfangreichen Sportangebots  bilden die rund 1.200 ehren­ amtlichen Übungsleiter (davon 300 mit Lizenz), Kampf- und Schiedsr ichter sowie Sport­ funktionäre.

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald bewirtschaftet insgesamt 12 kommunale Sporthallen und 5 Sportanlagen selbst. Hinzu kommen weitere 32 Pachtverträge für Sportstätten, die die Stadt zur Bewirtschaftung langfristig mit 21Sportvereine abge­

schlossen hat. Darüber hioaus gibt es im Stadtgebiet 13 weitere Sportstätten , die zu an­ deren Einrichtungen wie beispielsweise der Beruflichen Schule, der Volkshochschu le, zum Berufsbildungswerk  oder privaten Schulträgern gehören oder kommerziell betrieben wer­ den.

Die kommunalen Sportanlagen und -hallen sind ausgelastet, der Bedarf wächst.

Greifswald investiert kontinuierlich in die Sanierung der Sportstätten (Auswahl)

 Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums  und der Erich-Weinert-Grundschule  können seit 2016 ein neues Kleinsportfeld nutzen, auch am Hansering in der Nähe des Fangenturms wurde ein neuer Sportplatz errichtet. Er kommt vor allem den Schülern der Kollwitz­ Grundschule zugute.

Im Volksstadion gab es beispielsweise jeweils einen neuen Kunstrasen für den Jugend­ sowie den Ostplatz. Es wurden die sanitären Einrichtungen im Stadiongebäude erneuert, das Dach repariert, sowie weitere Umkleidekabinen und Duschen im Sozialgebäude ne­ benan eingebaut. In diesem Jahr wird die Flutlichtanlage am Ostplatz mit neuen Leuchten ausgestattet und der Mittelplatz saniert. Nach einer Reinigung der Kunststoff-Oberfläche wird der Platz geteilt und eine Hälfte mit Vollkunstrasen belegt. Dann kann auch diese Fläche in der kalten und feuchten Jahreszeit als zusätzlicher Trainingsplatz genutzt wer­ den. Außerdem wird die Laufbahn des Hauptplatzes neu markiert. Im kommenden Jahr soll dann der gesamte Kunststoffbelag des Hauptplatzes erneuert werden.

Noch in diesem Jahr erhält der Sportplatz am Dubnaring einen neuen Kunstrasen. Auch die angrenzenden Freianlagen werden aufgewertet. Die Entwurfsplanung wird derzeit mit den beteiligten Nutzern besprochen.

Ende 2018 steht dann auch die neue Zweifeld-Turnhalle an der Caspar-David-Friedrich­ Schule zur Verfügung. 2019 soll beispielsweise der gesamte Hallenboden der Mehr­ zweckhalle erneuert werden.  Für 2020 und 2021 ist die komplette Sanierung der Sport­ hallen II und III geplant.