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Foto: Sportbund Greifswald

Sportrat und Vorstand des Sportbundes sprachen mit Vertretern der Bürgerschaft zu sportpolitischen Themen

Traditionell hatte der Vorsitzende des Sportrates, Dr. Volker Worm, die sportpolitischen Sprecher der Bürgerschaftsfraktionen am 8.Oktober zu einem Informations- und Meinungsaustausch in seine Praxisräume eingeladen.

Zu Beginn äußerten sich alle zufrieden über den Entwurf der neuen Satzung zur Förderung des Sports, der erstmalig nach intensiver Diskussion mit allen Beteiligten und in Abstimmung mit der Verwaltung und den Fraktionen der Bürgerschaft die Entwicklung des Greifswalder Sports für die nächsten Jahre begleiten wird. Erfreulich für die Sportler ist sowohl die Beibehaltung der bisherigen Fördersätze bei der Rückerstattung von Pachten als auch die vorgesehene Beteiligung der Hansestadt bei Investitionen in vereinseigene Sportstätte.

Obwohl die Segelvereine mit der neuen Hafengebührensatzung höher belastet werden als bisher, fiel diese durch die 50%ige Rückerstattung über die zukünftige Sportförderrichtlinie doch relativ moderat aus. Nun gilt es, dass die Bürgerschaft am 22.Oktober dazu den notwendigen Beschluss fasst. Erfreulich auch, dass sich die Kommune mit dem Behalt des Verwaltungsgebäudes im Volksstadion alle Möglichkeiten zur Entwicklung der Kernsportstätte offen lassen will.

Dennoch wurden eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die in nächster Zukunft unbedingt beantwortet werden müssen. Werden sich die Nutzungsgebühren für die Schwimmhalle nach Auslaufen der aktuellen Verträge verändern und dies unter Berücksichtigung einer Gleichbehandlung mit anderen Sportarten?

Eine neue Gebührensatzung zur Nutzung kommunaler Sportstätten ist ebenfalls in Vorbereitung. Dabei kann es nicht darum gehen, die Greifswalder Sportvereine stärker als bisher zu belasten, sondern eher von auswärtigen und privaten Nutzern kostendeckende Gebühren zu erheben.

Wann ist die Überplanung der Südmole in Wieck abgeschlossen und wann können die dort ansässigen Segelvereine dort längerfristig pachten um zu investieren?

Kann man sich mit der Universität über die Freigabe von kaum genutzten aber von der Stadt gepachteten Flächen für die Wassersportler einigen?

Wie können insbesondere im Winterhalbjahr die knappen Hallenzeiten effektiver genutzt werden?

Welche Sportstätten werden in naher Zukunft durch Freie Schulträger und den Landkreis gebaut und wie können diese durch den organisierten Sport genutzt werden.

Sind festgeschriebene  Kriterien für die Vergabe von Hallenzeiten erforderlich oder sorgen diese eher für starre Muster und gehen zu Lasten der erforderlichen Flexibilität?

Zu letzterer Frage bezog der Vorsitzende des Sportbundes, Bernt

Petschaelis, eine klare Position. Er hält die bisherigen Grundsätze der Verwaltung für ausreichend warnte vor einklagbaren Kriterien und forderte bessere Kontrollen und Vergabeentscheidungen durch einen Sportfachmann in der Verwaltung. Gleichzeitig bot er bei Problemen der Vergabe auch eine Unterstützung des Sportbundes an. Dabei verwies er auf einschlägige Erfahrungen anderer Kommunen, die er aufgrund seiner Ehrenmitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter (ADS) kennt.

Vielmehr sollte es darum gehen, Reserven aufzudecken, um zusätzliche Zeiten zu gewinnen. Genügend Vorschläge des Sportbundes gab es bereits dazu, leider wurden bisher kaum welche umgesetzt.