Greifswald Sportbund Sportliche Perspektiven für Greifswalder Hanse-Kinder

Der Kita-Sportverein – ein Modellprojekt für Greifswald ?

Unmittelbar nach der Wende etablierte sich unter Führung der Sportlehrer Peter Multhauf und Jens Stein der an der  „Erwin Fischer“ – Schule entstandene Schulsportverein „Grün-Schwarz“ zu einer Gemeinschaft, die viele Kinder nahezu alle Greifswalder Schulen und auch die meisten Sportlehrer der Stadt in ihrer Reihen aufnahm- Bis Ende der90-ger Jahre umfasste der breitensportlich ausgerichtete Verein mehr als 1000 Mitglieder und war in seiner Art der Einzige in Mecklenburg –Vorpommern. Durch die einseitige Ausrichtung auf die Sportart Fußball verlor er später an Bedeutung und löste sich schließlich auf. Grundsätzlich war dies jedoch ein sehr erfolgreiches Modell, denn durch die Verknüpfung staatlicher Einrichtungen und gesellschaftlicher Organisationen wurde es einerseits  möglich, vorhandene Strukturen für die Mitgliederentwicklung zu nutzen und andererseits umfangreiche Fördermittel des Landes und der Gebietskörperschaften für die Entwicklung des Breitensports abzurufen. Mit dem Ziel, dieses Modell auf die Kindertagesstätten der Hansestadt zu übertragen, trafen sich kürzlich Vertreter des Sportbundes der Hansestadt mit dem Geschäftsführer des Kita-Eigenbetriebes der Stadt, Herrn Achim Lerm.

In dem Gespräch machte der Vorsitzende des Sportbundes Bernt Petschaelis auf die umfangreichen Möglichkeiten der Sportförderung aufmerksam, die sich durch die Gründung eines Kita-Sportvereines für die Einrichtungen und deren Kinder ergeben könnten. Von Land und Kreis könnten beispielsweise jährliche Pro-Kopf- Förderungen von 20,- für Jedes Kind abgerufen werden, die einem Mitgliedsbeitrag von 2- € p.a. gegenüberstünden. Hochgerechnet würden hier Mittel zur Verfügung stehen, die die Ausstattung der Kitas beispielsweise mit Sportgeräten erleichtern würden. Auch für die Ausbildung der Erzieher und Erzieherinnen zu Übungsleitern wäre genug Geld da. Ein weiterer Vorteil böte sich durch die Nutzung von Landesfördermitteln für den Bau von Sportstätten. Würde ein Kita- Verein beispielsweise eine kommunale Fläche langfristig pachten, könnte er hier beispielsweise eine Sporthalle errichten, deren Baukosten zu 50% vom Landessportbund gefördert werden würde. Das Geld wäre momentan vorhanden, so Petschaelis. Beide Seiten vereinbarten, Gespräche zu diesem Thema in der nächsten Zeit zu intensivieren.