Soll-das-Greifswalder-Volksstadion-zum-reinen-Fußballtempel-reduziert-werden--sportbund-greifswald-neuigkeiten-beitrag

Foto: Bernt Petschaelis

Soll-das-Greifswalder-Volksstadion-zum-reinen-Fußballtempel-reduziert-werden--sportbund-greifswald-neuigkeiten

Artikel: OsteeZeitung

Das Volksstadion ist die Kernsportstätte der Hansestadt Greifswald. Es wird von zahreichen Sportvereinen verschiedener Sportarten und Freizeitsportlern unserer Stadt ganzjährig intensiv genutzt und hat damit einen hohen Stellenwert für den Greifswalder Sport !. In den Sommermonaten bis zu 1000 Nutzern täglich. Das Sozialgebäude als Bestandteil dieser Sportstätte , in dem auch zahlreiche Sportvereine und Verbände ihren Sitz haben ist das Zentrum und gleichzeitig die Schaltzentrale dieser Sportstätte. Also ein entscheidender Bestandteil des Volksstadions, von dem auch gleichzeitig fast alle Medien des Stadion gesteuert werden.

Hier konzentriert sich der organisierte Greifswalder Sport ( z.B.Sportbund Greifswald e.V., HSG als größter Verein Vorpommerns, Landesleistungszentrum Behindertensport, Senioren- und Behindertensportverein, Seesportclub, Fußballfachverband, Blau-Weiß, Greifswalder Fußballclub, Ausbildungs- und Versammlungsraum für alle Vereine, Archive). Eine Struktur, um die uns viele Kommunen beneiden.

Nun gibt es seit mehreren Wochen große Unruhe und Besorgnis bei vielen Sportvereinen, insbesondere bei denen, die das Volksstadion und das Sozialgebäude als ihre Heimstätte ansehen.

Grund ist das Gerücht und unterschwellige Informationen,dass der Greifswalder Fußballclub seinen Pachtvertrag für die genutzten Räume  im Sozialgebäude gegenüber der Stadt gekündigt hat. Hintergrund soll sein, die Stadt mit dem Verlust von Einnahmen unter Druck zu setzen und damit gleichzeitig den Antrag angeblich gestellt hat, dass gesamte Gebäude von der Stadt durch den GFC zu übernehmen. Das wäre ein großer Verlust für den gesamten Greifswalder Sport !!!!!

Die bisher relativ günstigen Konditionen hinsichtlich der Nutzung des Gebäudes durch die zahlreichen Vereine und Verbände basieren auf der Grundlage der kommunalen Sportförderrichtlinie bezogen auf eine kommunale Sportstätte bzw. ein kommunales Gebäudes. Dies wäre bei einer Änderung der Eigentumsverhältnisse hinfällig !

Ziel kann es nur sein, das Haus  des Greifswalder Sports für möglichst viele Sportvereine weiterhin als Heimstätte unter den jetzigen Pachtbedingungen (Subventionierung durch die Stadt auf der Grundlage der Sportförderrichtlinie) zu erhalten und möglichst weiteren Vereinen zur Verfügung zu stellen. Dafür wird natürlich eine politische Unterstützung der Bürgerschaft benötigt. Greifswalder Sport ist viel mehr als nur Fußball.

Wenn der GFC ein eigenes und größeres Gebäude benötigt, dann besteht sowohl im Ph.-Müller-Stadion und auch im Volksstadion ( Fläche der abgerissenen alten Baracke) die Möglichkeit, in ein neues und sicher auch modernes Gebäude mit Fördermittel des Landessportbundes zu investieren !!! Viele Greifswalder Vereine haben dies bereits vorgemacht. Daran sollte sich der Greifswalder Fußballclub ein Beispiel nehmen, zumal er ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat !

Bernt Petschaelis (Vorsitzender des Sportbundes Hansestadt Greifswald e.V.)