Großes öffentliches Wiederbelebungstraining von Unimedizin Greifswald
und Landkreis Vorpommern-Greifswald geht in die 2. Runde
Von Rio nach Greifswald – Paralympic-Sportlerin Lindy Ave will am 24. September
die Lebensretter-Stadtwette gewinnen
Mehr als 800 Frauen und Männer in allen Altersgruppen sowie auch Kinder und Jugendliche haben sich im
vergangenen Jahr an der ersten großen Lebensretteraktion auf dem Greifswalder Marktplatz beteiligt. Das
richtige Verhalten in so einem Notfall steht in der Woche der Wiederbelebung vom 19. bis 26. September
2016 erneut im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen in ganz Deutschland und Greifswald.
„Wir wollen an den Erfolg im vergangenen Jahr anknüpfen. Im letzten Jahr haben wir die meisten
Menschen an einem Tag in Deutschland während dieser Woche der Wiederbelebung geschult. Und das in
Greifswald! Die richtige Wiederbelebung kann gar nicht genug geübt werden“, betonte der Direktor der
Klinik für Anästhesiologie an der Unimedizin Greifswald, Professor Klaus Hahnenkamp.
Zum Aktionstag am Sonnabend, dem 24. September, von 11 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz der
Universitäts- und Hansestadt laden die Universitätsmedizin Greifswald und der Landkreis Vorpommern-
Greifswald ein. Dazu werden auch Oberbürgermeister Stefan Fassbinder, der Sozialdezernent des
Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dirk Scheer, und die erfolgreiche Greifswalder Paralympic-
Teilnehmerin Lindy Ave erwartet. Die 18-jährige Leichtathletin, die nach einem fünften Platz im 100-Meter-
Lauf und einem 4. Platz im Weitsprung nun in Rio de Janeiro um eine Medaille in der 4×100-Meter-Staffel
kämpft, ist die Patin für die aktuelle Stadtwette. Wenn um 12 Uhr insgesamt 500 Personen gleichzeitig zur
Simulationswiederbelebung antreten, wird die Universitätsmedizin Greifswald 500 Euro zum Projekt
„Patenschaft Paralympics 2016-2020“ beisteuern. Dafür stehen 1.000 Reanimationspuppen und 40
geschulte Helfer vor Ort bereit.
Die richtigen Handgriffe, um ein Leben zu retten
Am Sonnabend gehen viele Greifswalder gemütlich shoppen und der Markplatz im Zentrum wird von
zahlreichen Stadtbummlern überquert. „Es ist der ideale Ort für die höchstmögliche Aufmerksamkeit für
unser Anliegen“, sagte Cheforganisator Prof. Klaus Hahnenkamp, der mit seinem Team das ganze Jahr
über auch in vielen kleineren Gruppen, an Schulen und in Vereinen oder auf Veranstaltungen für
lebensrettende Maßnahmen wirbt. „Wir wollen erreichen, dass sich die Menschen mit der Wiederbelebung
auseinandersetzen, weil es jederzeit überall passieren kann, dass sie plötzlich zum Lebensretter werden
müssen.“

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Herz-Kreislauf-Krankheiten und Herzinfarkte sind mit 47 Prozent aller Todesfälle in Europa die führende
Todesursache. Der Herzinfarkt wird durch den plötzlichen vollständigen Verschluss eines Herzkranzgefäßes
verursacht. „Zügiges Handeln ist beim Herzstillstand gefragt“, so der Mediziner, „um die Blut- und
Sauerstoffzufuhr zum Gehirn schnellstmöglich wiederherzustellen und Langzeitschäden oder gar einen
tödliche Ausgang zu verhindern.“
Im Ernstfall gilt der rettende Dreiklang „Prüfen, Rufen. Drücken.“ Zunächst muss geprüft werden, ob der
Betroffene noch ansprechbar ist und atmet. In einem zweiten Schritt muss der Notruf, die 112 gewählt
werden. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens muss eine Herzdruckmassage vorgenommen werden – fest
und schnell in der Mitte des Brustkorbs und mindestens 100 Mal pro Minute.
„Dabei ist es von Vorteil, wenn jeder das Wiederbeleben einmal oder auch mehrfach an einer
Reanimationspuppe geübt hat, damit keine wertvolle Zeit vergeht, wenn es drauf ankommt“, so
Hahnenkamp weiter. „Ziel der Aktion ist es, den Ersthelfenden damit die Schwellenangst vor einer aktiven
und lebensrettenden Herzdruckmassage zu nehmen. Automatisierte Handgriffe helfen, die Nerven in den
Griff zu bekommen.“
Buntes Programm für die ganze Familie
Zahlreiche Unternehmen unterstützen den Aktionstag, der sich an die ganze Familie richtet, auch in diesem
Jahr. Für die Jüngsten gibt es eine Hüpfburg und einen Kinderschminkstand sowie Besuch von einem
echten Clown. Alle Teilnehmer nehmen an einer Tombola teil. Die beiden Hauptpreise, jeweils eine
Übernachtung für zwei Personen im neuen Kaiserstrand Beachhotel Bansin Mitte auf Usedom sowie im
Hanse City Boarding House in Greifswald hat der Sozialdezernent des Landkreises Vorpommern-Greifswald,
Dirk Scheer, als zusätzliche Motivation organisiert. Für Musik ist ebenso gesorgt wie für einen kleinen
Imbiss zur Kräftigung der potenziellen Lebensretter.
A b l a u f am Sonnabend, 24. September 2016, 11-13 Uhr
Greifswalder Markplatz
11.00 Uhr – Eröffnung mit Oberbürgermeister Stefan Fassbinder und Sozialdezernent Dirk Scheer
11.05 Uhr – Begrüßung von Lindy Ave nach ihrem Einsatz bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro
11.15 Uhr – Beginn des Wiederbelebungstrainings mit 40 Helfern vor Ort
12.00 Uhr – Stadtwette: 500 Personen sollen gleichzeitig die Reanimation durchführen
12.55 Uhr – Ermitteln der Tombola-Gewinner und Preisübergabe durch Sozialdezernent Dirk Scheer
Unterstützer und Partner
Landkreis Vorpommern-Greifswald, Sparkasse Vorpommern, Volks- und Raiffeisenbank eG Greifswald, WVG
Greifswald, AWO Greifswald, Deutsches Rotes Kreuz, Cheplapharm Arzneimittel, Küchenstudio Hecke,
Veranstaltungstechnik AEN, Autohaus Greif, Lions-Club Greifswald, BBE Geschäftsstelle gGmbH, Metallgestaltung
Lüsch, haus neuer medien GmbH, Stadtwerke Greifswald, Kanzlei Seemann und Partner, Cineplex Greifswald
www2.medizin.uni-greifswald.de/index.php?id=1612
www.einlebenretten.de
Fotos UMG: Die Organisatoren waren überwältigt über die große Resonanz und das Interesse der Greifswalder an der
Lebensretteraktion im vergangenen Jahr. In diesem Jahr werden noch höhere Teilnehmerzahlen angestrebt.
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik für Anästhesiologie
Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. Klaus Hahnenkamp
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-58 01
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