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Der Entwurf der neuen Hafengebührensatzung sieht eine drastische Erhöhung der Liegeplatzgebühren insbesondere für die Greifswalder Segelvereine vor. Waren es im Jahre 2001 noch 16,02 Euro pro laufender Meter so sind jetzt 68,22 Euro geplant. Damit will man einen Kostendeckungsgrad für die Nutzung der Anlagen von ca. 90 Prozent erreichen.

Da stellt sich die Frage: Wann schlägt die Stadtverwaltung die Erhöhung der Gebühren für Sportvereine hinsichtlich der Nutzung der Sporthallen und Sportplätze vor, um eine 90 prozentige Kostendeckung zu erzielen ? Schließlich geht es insgesamt auch um eine Gleichbehandlung aller Greifswalder Sportvereine ! Undenkbar !!!   Aber bei den Seglern kann man es ja machen. Leider gibt es scheinbar immer noch die Vorstellung, dass in den Sportarten Segeln, Tennis oder Golf nur die Reichen aktiv sind. Eine irre Auffassung, die eigentlich schon “ausgerottet” schien. So spielt z.B auch in diesen Sportarten die Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige Rolle.

Wann setzt sich endlich bei allen die Erkenntnis durch, dass der Sport ein ganz wichtiger Standortfaktor geworden und eine kluge Sportförderung dafür eine wichtige Voraussetzung ist, der Sport ganz entscheidend zur Integration aller Bereiche in der Gesellschaft beiträgt, gerade die maritimen Sportarten ein Aushängeschild unserer Hansestadt darstellen und die gemeinnützigen Sportvereine mit ihren zahlreichen ehrenamtlich tätigen Sportfreunden nicht den kommunalen Haushalt sanieren können. Darüber hinaus kann es nicht sein, dass in der Summe aller Aufwendungen ein privater Nutzer eines Liegeplatzes weniger zahlt, als ein Vereinssportler.

Wir rufen alle Kommunalpolitiker auf, den vorliegenden Entwurf der Hafengebührensatzung abzulehnen und möglichst in der vorliegenden Form nicht weiter zu behandeln !

Dazu gab es am Donnerstag eine Beratung mehrerer maritimer Sportvereine, an der auch der Sportbund Greifswald teilnahm, um sich über das weitere Vorgehen abzustimmen.

Um eine annähernde Gleichbehandlung mit den anderen Greifswalder Sportvereinen zu sichern, favorisiert der Sportbund in Abstimmung mit den anwesenden Vereinen , die von den Vereinen genutzten Liegeplätze aus der Hafengebührensatzung komplett auszusparen, diese als Sportanlage zu deklarieren und in die Gebührensatzung zur Nutzung von Sportstätten in kommunaler Trägerschaft zusätzlich aufzunehmen. Sollte dies nicht möglich sein, wäre eine zweite Variante, die Gebühren für die Vereinsliegeplätze durch eine gesonderte Vereinbarung zwischen Hansestadt und Sportvereinen mit sportfördernden Gebühren festzuschreiben. Dies wurde bereits mit dem Museumshafenverein praktiziert.

Bernt Petschaelis

(Vorsitzender des Sportbundes Greifswald)

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