Anträge des Sportbundes Hansestadt Greifswald e.V. an den Kreissporttag

++++++++++++   Die Pressemitteilung ++++++++

PM „Unterstützung des Stadtsportbundes Greifswald“ vom 23.09.2016

(Greifswalder Bürgeschaftsfraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und Die Linke)

In der letzten Zeit wird viel über den Sport in Greifswald und dem Verhältnis Sportler der Stadt Greifswald – Stadtsportbund Greifswald – Kreissportbund geschrieben und geredet.

Die drei Bürgerschaftsfraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und Die Linke möchten den Stadtsportbund wie folgt unterstützen:
1. Wir haben verstanden: Die Sportler benötigen eine Anlaufstelle in Greifswald.
Bereits im Frühjahr 2016 hat die überwiegende Mehrheit der 13.000 Sportler sich per Umfrage für eine eigene Geschäftsstelle zusätzlich zum Kreissportbund ausgesprochen.

2. Die Stadt selbst braucht auch eine Ansprechstelle zu den 13.000 Sportlern in der Stadt.
Wie sonst kann die neue angestrebte Sportstättenentwicklung und Sportentwicklung für Greifswald überhaupt sachgerecht, effizient und gerecht für die Zukunft erarbeitet und dann auch umgesetzt werden? Wie sonst kann die Stadt wiederum auch von den Sportlern Angebote zum Gesundheits- und Kulturleben in Greifswald bekommen. Sport an Kindertagestätten und Sport als ein weiteres Mittel zur Integration sind für MV weitere einmalige Aktivitäten des Stadtsportbundes in Greifswald. Das ist nur ein Auszug an Aufgaben, die der Stadtsportbund im Angebot hat und mit den Sportlern zusammen auch umsetzen kann.

3. Der Stadtsportbund Greifswald muss sich mit seinen Aufgaben neu orientieren. Er hat nicht mehr die Aufgaben des Kreissportbundes, sondern wird als Schnittstelle zum und für den Kreissportbund auftreten müssen.
Ja, der Stadtsportbund muss sich neu orientieren – auf die Stadt. Einige Aufgaben sind oben bereits formuliert. Und ja, die Vereine und Sportler müssen deutlich machen, dass sie dies auch als ihre Aufgaben sehen. Wir sind gespannt auf den Sporttag der Greifswalder Sportvereine im November.
Aktuelle Aussagen des Kreissportbundes, es scheint ja kein Bedarf für Förderungen im Sport in der Stadt Greifswald mit 13.000 Sportlern zu geben, weil in Anklam beim Kreissportbund keine Anträge vorliegen, sind so nicht zu akzeptieren. Sie zeigen vor allem einen weiteren Handlungsbedarf eines Hand-in-Hand-Gehens beider Strukturen in Greifswald.

Was ist nun zu tun?
In diesem Kontext ist den drei Bürgerschaftsfraktionen wichtig, als erster Schritt der Unterstützung, müssen die durch den Kreissportbund frei gezogenen Räumlichkeiten am Stadion, dem Stadtsportbund umgehend und weitgehend erhalten bleiben. Es macht keinen Sinn, erst alles frei zu räumen und dann irgendwann einmal wieder einzuräumen.
Als weiterer Schritt muss dann auch ab 2017 die Arbeitsfähigkeit des Stadtsportbundes unterstützt werden. Dies wird Gegenstand der anstehenden Haushaltsberatungen sein. Die künftigen Aufgabenstellungen des Stadtsportbundes müssen bis dahin auch weitgehend definiert und bestätigt sein.
Diese Gelegenheit möchten wir zugleich nutzen, allen Akteuren des Greifswalder Sports für ihren bisherigen Einsatz für Greifswald zu danken. Die Bürgerschaft muss ihren Beitrag für gute sportliche Betätigungsmöglichkeiten in einer großen Vielfalt in Greifswald leisten und das kann sie bei 13.000 Sportlern nur in einer guten und effizienten Interaktion mit ihnen.

Die Fraktionsvorsitzenden Alexander Krüger (Bündnis90/Die Grünen), Dr. Andreas Kerath (SPD), Dr. Jörn Kasbohm (Die Linke); Ausschussvorsitzende Dr. Mignon Schwenke (Die Linke)