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Der Sportbund Hansestadt Greifswald vertritt weiterhin die Meinung, dass die Liegeplatzgebühren für Vereinsliegeplätze eingefroren werden und für 2017 so bleiben wie sie waren, da die Vereine mögliche zusätzlichen Kosten für 2017 nicht geplant haben. Wenn von vorgesehenen 68 Euro pro Meter Bootslänge auf 50 Euro reduziert werden kann, dann ist auch die alte Regelung von 40 Euro möglich.

Weiterhin fordern wir, dass nach Rücksprache mit dem Oberbürgermeister die Vereinsliegeplätze und nur diese in die Gebührensatzung zur Nutzung kommunaler Sportstätten/Sportanlagen innerhalb des nächsten halben Jahres eingearbeitet bzw. aufgenommen werden, um für 2018 über diese Satzung entsprechende Gebühren festzulegen. Dies ist auch deshalb so wichtig, um für die Haushaltsplanung des Doppelhaushaltes 2019/2020 entsprechende finanzielle Zuordnungen im kommunalen Haushalt vorzunehmen. Damit wird auch eine grundsätzliche Gleichbehandlung der Segelvereine mit den anderen Greifswalder Sportvereinen gesichert.

Wir sind weiterhin der Meinung, dass Liegeplätze maritimer Sportvereine (Segler, Seesportler, Angler, Kanuten, Ruderer) Sportanlagen und zur Ausübung ihrer Sportarten dringend notwendig sind. Deshalb gehören diese auch in die Gebührensatzung für kommunale Sportstätten, wo z. B. die Nutzung der Schwimmhalle für Wassersportarten, von Versammlungsräumen für Schachsportler, von Sporthallen für unterschiedliche Sportarten oder auch von Sportplätzen für Fußballer oder Leichtathleten geregelt ist. Dort gehören auch die maritimen Greifswalder Sportarten hinein, die ein Aushängeschild für unsere Hansestadt sind. Dabei sollte bedacht werde, dass der weiche Standortfaktor Sport auch zur Attraktivität unserer Stadt beiträgt.

Sport fördernde Gebühren für Vereinsliegeplätze sind vom Grünflächen- und Tiefbauamt sicher nicht zu erwarten, was aber gerade für die Greifswald Sportvereine notwendig ist. Darüber hinaus sollte auch klargestellt werden, dass geplante und sicher auch notwendige Investitionen nicht durch Sportvereine refinanziert werden können und bisher zum Glück auch nicht praktiziert wurde (z. B. Sporthallen, Sportplätze). Dies gilt auch für gemeinnützige Segelvereine. Außerdem kann es nicht sein, dass material- und kostenintensive Sportarten noch zusätzlich mit unvertretbar hohen Gebühren belastet werden.

Neben den Liegeplatzgebühren tragen die Vereinssportler mit Vereinsbeiträgen maßgeblich zur Absicherung des Kinder- und Jugendsports in der Sportart Segeln bei, zahlen darüber hinaus erhöhte Gebühren für die Wasserfläche der jeweiligen Liegeplätze an das Wasser- und Schifffahrtsamt, bewirtschaften und pflegen kommunale Sportstätten u. a. mit zusätzlichen Investitionen und beteiligen sich jährlich auch noch mit einer Umlage in Höhe von ca. 100 Euro an der Sicherung der notwendigen Wassertiefe der Liegeplätze (z. B. Ausbaggerung).

Dies sollte bei der politischen Entscheidungspfindung zur Hafengebührensatzung am Donnerstag in der Bürgerschaft unbedingt berücksichtigt werden.

Position des Greifswalder Sportbundes zum Entwurf der Hafengebührensatzung
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