Ortsteilvertretungen Wieck/ Ladebow und Eldena unterstützen Antrag des Sportbundes auf Schaffung eines Denkmals für Ryckhangler.

 

Als Vertreter des Sportbundes HGW aber auch als Stadtführer bat Reinhard Bartl die Ortsteilvertreter von Wieck/ Ladebow und Eldena auf ihren Sitzungen am 10. 10.2017 um Unterstützung eines Antrages an die Hansestadt, in Wieck eine neue touristische Sehenswürdigkeit zu installieren; die Schaffung eines Denkmals für die

 Ryckhangler des 20. und 21. Jahrhunderts.

Hintergrund:

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als es noch keine Brückenverbindung zwischen

Eldena und Wieck gab, sind wettkampfähnliche Überquerungen des Flusses an einem Seil überliefert.  Dieses sportlich anspruchsvolle Ereignis erlebte insbesondere nach der Wende mit der Neuausrichtung des traditionellen Fischerfestes einen ungeahnten Aufschwung  und wurde  zu einem Publikumsmagneten. Heute wird das Seil an der jahrhundertealten Eiche vor der Gaststätte zur Fähre in Wieck befestigt und auf  der Eldena-Seite durch einen Traktor gespannt. Jährlich drängen sich hunderte Zuschauer auf der historischen Zugbrücke und an beiden Uferseiten, um zwei stundenlang die Wagemutigen zu sehen, die die 42m – Distanz am Seil überwinden wollen. Tatsächlich gelingt dies im Durchschnitt rund einem Drittel der Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung oft spontan und übrigens unentgeltlich stellen.

In den vergangenen 20 Jahren waren das immerhin fast 200 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, während über 400 Sportfreunde den Ryck  nach Absturz unfreiwillig durchschwammen.

Organisiert und durchgeführt wird das Ryckhangeln seit jeher vom Sportbund Hansestadt Greifswald. Dessen Vorschlag ist nicht neu. Auf der Eldenaer Seite sollte ein Denkmal für die Ryckhangler zu errichten werden, das gleichzeitig als zweiter Befestigungspunkt gegenüber der Eiche vor „Der Fähre“ dienen sollte. Name und Herkunftsort der jährlichen Sieger sollten dort eingraviert werden. Da sich bereits schweizer Soldaten und amerikanische Studentinnen in die Siegerlisten eintragen konnten, wäre auch das Herkunftsland interessant. Natürlich haben in der Mehrzahl Einheimische den Wettkampf als Sieger beendet. Für diese und deren Nachkommen wäre ein solcher Eintrag eine besondere Würdigung.

Der Vorschlag besagte weiterhin, mit der Universität zusammenzuarbeiten, deren Kunststudenten einen Entwurf anfertigen und deren Geschichtsstudenten im Rahmen einer Jahresarbeit alle bisherigen Sieger ermitteln könnten.

Sowohl in anderen Bundesländern, als auch im Ausland -so Bartls Argumentation- stünden Denkmäler oder Gedenktafeln an Orten, an denen einem Dichter ein Reim einfiel (Kickelhahn) oder ein Lokalfürst eine Rast einlegte. (Heinrichsruh, etc.)

Das Alleinstellungsmerkmal der Hansestadt „Ryckhangeln“ hätte mindestens eine ebensolche Würdigung verdient.

Beide Ortsteilvertretungen sagten Unterstützung für das Anliegen des Sportbundes zu.

Dieser will seinerseits einen entsprechenden Antrag an den OB richten und die Kontakte zur Universität herstellen.