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Lehrermangel, Seiteneinsteiger und Inklusion ? Wir schaffen das!

Plötzlich und unerwartet, für uns alle unfassbar sind aus den vor 6 Jahren noch so schnuckeligen Babys plötzlich Schulkinder geworden. Die brauchen nun neue Lehrer, denn die alten gehen in Rente. Das war nicht voraussehbar und nun haben wir den Salat.
Totale Inklusion soll auch noch sein.
Wo so schnell die vielen Lehrer herkriegen?
„Seiteneinsteiger“ heißt das Zauberwort. Dieses Potential ist riesengroß.
Grundsätzlich ist ja jeder Vater, jede Mutter auch Pädagoge, denn sie erziehen Kinder.
Am einfachsten ist natürlich der Seiteneinsteiger Sportlehrer, denn vom Sport hat jeder Ahnung. Man verfolge nur die Stammtischdiskussionen über die Fussballbundesliga. Da wimmelt es von Experten. Hier sind also Fachkompetenz und Erziehungswissenschaft von vornherein vorhanden.
Wie allein durch den Akt der Zeugung didaktische und methodische Fähigkeiten in die daran Beteiligten einfließen, hat die Wissenschaft zwar noch nicht abschließend geklärt, muss sie auch nicht, denn diese Fähigkeiten sind – mehr oder weniger ausgeprägt- nun mal da.
Greifswalder Professoren und Hochschullehrer fordern plötzlich eine gediegene Ausbildung von Pädagogen, justament zehn Jahre nachdem man diese Studienrichtungen hier so gut wie eingestampft hat.
Aber, aber meine Damen und Herren, ein kurzer Blick nach oben zeigt doch, dass es auch so geht. Ich meine her nicht den „Herrn“, der in praktischen Dingen ja selten hilft, sondern Politik und Regierung.
Die Regierung besteht ausschließlich aus Seiteneinsteigern, oder glaubt jemand, dass beispielsweise die aktuelle Verteidigungsministerin gedient hat?
In der Politik ist die Inklusion seit Jahrzehnten gängige Praxis. Hier sitzen in den Parlamenten Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungsgraden mehr oder weniger friedlich beisammen.
Während der eine sich Doktortitel erschleicht, verkündet der andere stolz, auch ohne Abitur für den Posten eines Bundeskanzlers geeignet zu sein. Normale sind auch dabei. Inklusion eben.
Inklusion bringt auf dieser Ebene nebenbei erstaunliche Genies hervor.
Gestern Bildungs- heute- Finanz-und morgen Familienminister. Ministerpräsident kann sowieso jeder.
Wer fragt denn da nach Ausbildung oder fordert gar eine Ministerprüfung?
Hier reicht es völlig, wenn man „die Schule des Lebens“ durchlaufen hat.
Das muss doch auch im Bildungswesen funktionieren.
Stellt einfach einen älteren Papa ein, dann läuft das schon. Vielleicht nur kalt den Rücken herunter, aber Hauptsache es läuft.