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Sportausschuss entscheidet fraktionsübergreifend  für den organisierten Sport

Neue Sportfördersatzung berücksichtigt die durch den Sportbund und die Vereine eingebrachten Änderungswünsche

Vor der durch Sportbund und Vereine mit Spannung erwarteten Diskussion zum Verwaltungsentwurf  der neuen Satzung zur Sportförderung in der Hansestadt nahm die Verwaltung auf Anfrage der Linken Stellung zu Gerüchten über  einen geplanten Verkauf des Verwaltungsgebäudes im Volksstadion an den Greifswalder Fußballclub. Es wurde bestätigt, dass es zu diesem Thema Gespräche zwischen der Vereinsführung und der Verwaltungsspitze gegeben hat.

Ämterübergreifend sei jedoch ein Verkauf von Teilen der Kernsportstätte Greifswalds abgelehnt worden. Sie solle weiterhin uneingeschränkt in allen Teilen sowohl dem organisierten als auch dem Schul -und Volkssport zugänglich bleiben, den Namen „Volksstadion“ somit zu Recht tragen und Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Sinne zulassen. Der Sportbund reagierte erleichtert auf diese Stellungnahme.

Erfolgreich für den organisierten Sport verlief letztlich auch die Diskussion zur Beschlussvorlage der CDU-Fraktion über die Gestaltung der Satzung zur Förderung des Sports in der Hansestadt, den diese auf der Grundlage eines Vorschlages des Sportbundes eingebracht hatte.

Wesentliche Punkte, wie die Beibehaltung der Fördersätze für die Rückerstattung von Pachtzins und Betriebskosten für vereinseigene Sportstätten konnten genauso durchgesetzt werden, wie die Förderung der Wassersportvereine, die aktive Kinder- und Jugendarbeit leisten. Diese erhalten künftig 50% der gestiegenen Liegeplatzgebühren über diese Satzung erstattet.

Auch bei der Förderung von Investitionen in vereinseigene Sportstätten sprang die Verwaltung über ihren von Sparzwängen diktierten Schatten. Sie kann künftig bis zu 90% des Eigenanteils der Vereine übernehmen.

Als unstrukturiert und wenig aussagekräftig empfanden nicht nur die Vertreter des Sportbundes den Auftritt des Stadtbauamtes, das einen Masterplan zur Umgestaltung insbesondere der Südmole in Wieck vorstellen wollte. Fragen, wie langfristige Pachtverträge, die die in diesem Bereich ansässigen Wassersportvereine bewegen, konnten nicht im Ansatz beantwortet werden.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma schlug die Ausschussvorsitzende Mignon Schwenke vor, indem sie das Immobilienverwaltungsamt, das Sportamt und das Bauamt aufforderte, schnellstmöglich gemeinsam eine tragfähiges Verfahren zu entwickeln, das sowohl die Interessen der Vereine als auch die städtebaulichen Planungen berücksichtigt. Immobilienverwaltungsamt und Sportamt stimmten dem zu, der Vertreter des Bauamtes war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr anwesend.