Sportbund Greifswald Greifswalder Sportbund verständigt sich mit dem Oberbürgermeister

Foto: Bernt Petschaelis

Im Rahmen der letzten Sitzung des Ausschusses für Sport, Jugend und Soziales im Jahres 2018 spielten Sportthemen nur eine untergeordnete Rolle.

Unabhängig davon bedankte sich der Vorsitzende des Sportbundes Hansestadt Greifswald e.V , Bernt Petschaelis, auch im Namen der Greifswalder Sportvereine bei den Abgeordneten der Bürgerschaft der Hansestadt Greifswald für die einstimmige Verabschiedung der neuen Sportförderrichtlinie. Mit dieser Beschlussfassung wurde deutlich, dass durch die Kommunalpolitik eine richtige Bewertung des Sports insgesamt erfolgte und der damit verbundene wichtige Stellenwert erkannt sowie die erfolgreichen Arbeit der zahlreichen Greifswalder Sportvereine gewürdigt wurden . Ein intensiver Austausch zwischen Politik, dem Greifswald Sportbund und einigen Vereinen bildeten dabei im Vorfeld eine wichtige Grundlage.

Die neue Sportförderrichtlinie wird eine sehr gute Grundlage für eine weitere positive Entwicklung insbesondere des Vereinssports in unserer Hansestadt in den nächsten Jahren bilden.

Interessant werden die Ergebnisse des öffentlichen Workshops am 19.November im St. Spiritus zum Thema ” Masterplanerstellung und Überplanung der Südmole” sein. Auf der Ausschusssitzung im Januar 2019 sollte es dazu unbedingt inhaltliche Informationen geben.

Das Ausschussmitglied Andre Carl versuchte unabhängig von der vorgegebenen Tagesordnung in einer kleinen Präsentation zu verdeutlichen, welche Probleme es bei der Vergabe von Hallenzeiten scheinbar gibt. Sicher sind die Aussagen, dass es eine schlechte Kontrolle bei der Auslastung bzw. Belegung von Hallenzeitengibt gibt und einige Sportarten überversorgt und andere unterversorgt sind vielleicht teilweise richtig. Aber einen Fehlbedarf an Trainings- und Wettkampfzeiten und damit benötigter Sportfläche wird es trotzdem geben, so Sportbundvorsitzender Bernt Petschaelis.

Dass es festgeschriebene Kriterien zur Vergabe von Hallenzeiten geben muss, lehnte der  Vorsitzende des Sportbundes eindeutig ab. Erfahrungen verschiedener Städte zeigen, dass festgeschriebene und starre Vergabegrundsätze von Sportstätten nichts bringen und eher hinderlich sind. Es besteht die Gefahr lebensfremd zu werden. Es sollte eine gewisse Flexibilität bei der Sportstättenbelegung möglich sein, bei der natürlich Grundsätze wie Kinder- und Jugendsport geht zeitlich vor Erwachsenensport, oder Hallensportarten gehen vor Freiluftsportarten oder Wettkampfsport geht vor Breitensport in der Regel aber nicht ausschließlich beachtet werden müssen. Feste Kriterien können auch eingeklagt werden. Entscheidend wird sein, dass in der Verwaltung ein Sportfachmann die Aufgabe der Sportstättenbelegung auch zukünftig verantwortlich bearbeitet. Diese Thema sollte im Rahmen einer Ausschusssitzung im 1. Quartal 2019 nochmals ausführlicher behandelt werden.

Darüber hinaus machte  Bernt Petschaelis erneut deutlich, dass mit der Inbetriebnahme der neuen Zweifeldporthalle (22 x 45 m und 1034 m2) der Caspar David Friedrich Schule am 1.Januar 2019, die alte Sporthalle auch zuküftig für eine sportliche Nutzung in Greifswald unbedingt benötigt wird.

Abschließend äußerte er sich erfreut über die Idee eines mögliches Schulzentrum im Bereich der Stadtrandsiedlung. Machte aber gleichzeitig auch darauf aufmerksam, dass bei insgesamt ca. 750 Schüler an diesem zukünftigen Standort auch daran gedacht wird, dass dann eine Zweifeldhalle sicher nicht mehr ausreichend ist und sehr wahrscheinlich eine Dreifeldhalle (27 x 45 m mit einer effektiven Sportfläche von 1215 m2) benötigt wird. Ein Schulstandort wird nicht für 10 Jahre, sondern für zahlreiche Schülergenerationen gebaut. Es sollte sich nicht wieder eine Situation wie jetzt an der M.-A.-Nexö- Grundschule wiederholen, wo vor ca. 8 Jahren eine Einfeldhalle gebaut wurde, die heute für die Absicherung des Schulsports schon nicht mehr ausreichend ist.

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