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Hanna Wichmann und Lindy Ave beim Grand Prix Meeting in Dubai erfolgreich

Die kommenden Wochen und Monate stehen für die deutschen Para-Leichtathleten ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die diesjährige Hein-EM Ende August in Berlin. Zum Auftakt der Wettkampfsaison weilt ein Teil der Para-Leichtathletik-Nationalmannschaft, unter ihnen die beiden Greifswalder HSG-Athletinnen Hanna Wichmann und Lindy Ave, traditionell zu internationalen Meetings in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen und mit sehr guter internationaler Konkurrenz nutzen viele Athleten diese Wettkämpfe als frühe Standortbestimmung und möglichst auch zur Erfüllung der hohen EM-Normen. Zum Team der Nationalmannschaft gehören auch der Greifswalder Mediziner Dr. Rolf Kaiser als leitender Sportarzt sowie Mario Langer vom Pflegedienst Heinrich & Heinrich als Athletenbetreuer.

Die schwer spastisch beeinträchtigte Hanna Wichmann zeigte sich bei den viertägigen Wettkämpfen in Dubai höchst konzentriert und motiviert. Zum Auftakt erzielt sie beim Kugelstoßen mit 4,29 m eine neue persönliche Bestleistung, die in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld immerhin Platz 4 bedeuteten. Neben ihrer Bestweite überzeugte Hanna mit einer tollen Serie. Alle sechs Versuche übertrafen die Vier-Meter-Marke deutlich. Entsprechend selbstbewusst ging sie am folgenden Wettkampftag in den Keulenwurf-Wettbewerb. Auch hier erzielte sie mit 17,96 m eine neue persönliche Bestleitung, die mit der Goldmedaille belohnt wurde. Nach ihrem Titelgewinn bei der Jugendweltmeistershaft 2016 in Prag ist das ihr bislang größter Erfolg, mit dem sie sich wohl endgültig in der Weltspitze etabliert hat. Bundestrainerin Marion Peters lobte Hanna ausdrücklich: „Hanna hat beim ersten Saisonwettkampf ihre persönliche Bestleistung gleich um über einen Meter verbessert. Mit dieser Leistung am Saisonbeginn hat sie gute Chancen, sich bei den Wettkämpfen in den kommenden Wochen für das EM-Team zu qualifizieren.“ Zum Abschluss der Wettkämpfe in Dubai stand für Hanna Wichmann das Diskuswerfen auf dem Programm. Auch wenn sie nach den beiden ersten anstrengenden Wettkampftagen bereits etwas müde war, konnte sie sich über eine weitere Medaille freuen. Mit 9,44 m übertraf sie als Zweitplatzierte ihrem im vergangenen Jahr aufgestellten Europarekord um einen Zentimeter. Auch alle weiteren Würfe landeten über der 9-Meter-Linie oder knapp darunter.

Etwas Pech hatte Lindy Ave. Gleich nach der Ankunft des Teams in Dubai erwischte sie eine kräftige Erkältung, so dass sie drei Tage auf Training verzichten und auch ihren Start über 200 m absagen musste. Unter diesem Aspekt sind ihre 13,86 s über 100 m, die ihr die Goldmedaille einbrachten, sehr positiv zu bewerten. Beim Weitsprung am letzten Wettkampftag wusste Lindy mit windunterstützten 4,60 m zu überzeugen. Auch hierfür wurde sie mit Gold belohnt.

Während Hanna Wichmann mit dem Deutschen Team noch das Meeting im Emirat Sharjah bestreitet, hat Lindy Ave nach den Wettkämpfen in Dubai bereits die Heimreise angetreten. Für sie stehen vor den Europameisterschaften erst einmal die Abschlussprüfungen ihrer Berufsausbildung an, auf die sie sich in den kommenden Wochen mit intensiver Unterstützung der Mitarbeiter am Greifswalder Berufsbildungswerk zielgerichtet vorbereitet.