Hinweise-und-Anregungen-zur-voraussichtlich-2020-geplanten-Sanierung-der-Werner-Seelenbinder-Halle-02

Hinweise und Anregungen des Sportbundes und einiger Greifswalder Sportvereine zur geplanten Sanierung der Werner-Seelenbinder-Halle in Schönwalde II

Mit dem Neubau der Sporthalle der Caspar-David-Friedrich-Schule beginnt nach längerer Pause ein Zeitraum der Verbesserung der Sporthallensituation in Greifswald durch mehrere weitere geplante Investitionen. So wird nach heutigem Stand die Werner-Seelenbinder-Halle (Sporthalle III in Schönwalde II) im Jahr 2020 umfangreich saniert, danach ist dies für die Sporthalle II in Schönwalde I geplant und nicht zuletzt ist mit dem neuen Grundschulstandort in der Scharnhorststraße auch der Bau einer Zweifeldhalle vorgesehen. Eine positive Entwicklung insbesondere für den Schul- und Vereinssport !

Im Rahmen der letzten Sitzung des Bürgerschaftsausschusses für Sport, Jugend und Soziales gab es erste grundsätzliche Vorschläge einer Variantenuntersuchung bezogen auf die Sanierung der Werner-Seelenbinder-Halle in Schönwalde II .

Vorweg wurde vom Mitarbeiter des Immobilienverwaltungsamtes klargestellt, dass nur eine Sanierung der Sporthalle mit geplanten  Fördermitteln der Städtebausanierung in Frage kommt, da es bei einem Neubau keine Fördermittel geben wird. Die Investition wird aus heutiger Sicht ca. 4 Millionen Euro umfassen und mindestens gut ein Jahr andauern. Der dort stattfindende Schul- und Vereinssport wird in andere Hallen verlagert werden müssen und damit auch der Vereinssport bereit sein, für diese Zeit Kompromisse einzugehen.

Vom Sportbund und einigen Sportvereinen wurden dazu im Ausschuss bereits einige Hinweise gegeben und Vorschläge gemacht. . So brachten die Ruder- und Kanusportler eindrucksvoll zum Ausdruck, dass der vorhandene Kraftraum unbedingt erhalten werden muss, da er sehr intensiv auch in Verbindung mit der Sporthalle seit Ende der 70er Jahre genutzt wird und nur noch ein weiterer nutzbarer Kraftraum in kommunalen Sporthallen (Sporthalle II/Schönwalde I)vorhanden ist. Ein Ausweichen der Ruderer und Kanuten dauerhaft in den Kraftraum der Sporthalle II ist nicht möglich, da dieser bereits durch 11 verschiedene andere Sportarten genutzt wird.

In die Instandhaltung und Ausstattung haben beide Vereine bereits umfangreich investiert und weitere Investitionen sind für die Zukunft vorgesehen. Die zahlreichen sportlichen Erfolge der Greifswalder Ruderer und Kanuten sind auch auf die umfangreiche Nutzung des Krauftraums insbesondere in den Wintermonaten zurückzuführen. Erfolgreiche Sportler werden gerade in dieser Zeit durch ein umfangreiches Grundlagentraining gemacht.

Darüber hinaus verwies der Vorsitzende des Greifswalder Sportbundes, Bernt Petschaelis, darauf, dass bei der Sanierung unbedingt Zuschauerplätze für max.199 Personen einzuordnen sind, da sich bei sportlichen Veranstaltungen gerade an den Wochenenden teilweise 100 bis 200 Personen in der Sporthalle befinden, für Wettkämpfer und Zuschauer teilweise schlechte und beengte Bedingungen vorhanden sind und damit auch gegen die Versammlungsstättenverordnung verstoßen wird. Diese Sporthallen wurden damals ausschließlich als Schulsporthallen konzipiert und gebaut. Eine Sanierung von über 4 Millionen Euro sollte auch immer zukunftsorientierend für die nächsten Jahrzehnte sein und neben Anforderungen des Schulsports auch eine umfangreiche Nutzung durch den Vereinssport sichern. Schließlich nutzt der Vereinssport über 50% der zur Verfügung stehenden zeitlichen Kapazitäten der Sporthalle. Die Einordnung dieser Plätze wäre über den Umkleideräumen denkbar.

Weiterhin machte Bernt Petschaelis darauf aufmerksam, bei der Ausstattung der Halle u.a. auch darauf zu achten, dass für die Geräteräume einheitliche Schränke angeschafft werden, um auch den Sportvereinen vernünftige Möglichkeiten der Lagerung von Sportmaterial zu sichern. Dieses Material ist auch als Teil der Hallenausstattung anzusehen, um den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Sportvereine abzusichern.

Während der Ausschusssitzung wurde dem Sportbund, den betroffenen Sportvereinen und natürlich den Ausschussmitgliedern zugesichert,

kontinuierlich über die weiteren Planungsschritte und Sanierungsvarianten bzw. Vorhaben zu informieren, um weiterhin Einfluss nehmen zu können.