Sportbund Greifswald e.V

 Greifswalder Sportvereine im Kontakt mit Politik und Verwaltung Der Hansestadt

Rund 50 Vertreter Greifswalder Sportvereine waren am Mittwoch  der Einladung der Vorsitzenden des Sportausschusses Mignon Schwenke (DIE LINKE) in den Bürgerschaftssaal des Rathauses gefolgt.

Auf der Tagesordnung stand die Entwicklung des Greifswalder Sports im kommenden Jahrzehnt.

In diesem Zusammenhang wurde zunächst der Entwurf des im Ostseeviertel Ryckseite vorgesehenen Neubaus einer Zweifeldsporthalle für die Caspar-David-Friedrichschule vorgestellt. Dazu gab es aus den Reihen der Sportler viele Anmerkungen und Anregungen für eine effektivere und intensivere Nutzung des Objektes vor allem durch den Vereinssport, für die wenige bauliche Veränderungen erforderlich wären. Ernüchternd für alle die Feststellung, das für diese Halle nur noch geringfügige Ausstattungsdetails verändert werden könnten. Obwohl schon im Vorfeld viele gute und nützliche Vorschläge und Hinweise eingebracht worden waren, seien diese allesamt dem finanziellen Rotstift zum Opfer gefallen-so die Verwaltung. Umso wichtiger sei  es aus Sicht der Vereine, die bestehende sanierungsbedürftige  Turnhalle nicht abzureißen, sondern sie –möglicherweise durch Übertragung an eine Sportgemeinschaft -für eine weitere sportliche Nutzung vorzusehen. Der Bedarf dafür ist mit Sicherheit vorhanden.

 Im Rahmen dieser Diskussion wurde deutlich, dass die Stadt bezogen auf die Sporthalle IV (Blaues Wunder) im Ostseevierten/Parkseite Verkaufsabsichten verfolgt. Der Sportbund machte nachdrücklich darauf aufmerksam, dass diese Sporthalle die Heimstätte der Greifswalder Volleyballer und Judokas ist und damit für den Vereinssport weiterhin einen großen Stellenwert hat !

Viel Raum nahm die Vorstellung der durch die Stadt voraussichtlich in Auftrag zugebenen Sportentwicklungskonzeption für die nächsten zehn Jahre ein. Durch Zustandsanalysen, Bedarfsforschungen und Netzwerkbildung soll damit die Grundlage für eine fundierte Sportraumplanung gelegt werden. Das Vorhandensein einer solchen Konzeption sei nicht nur wichtig für Prioritätensetzungen sondern auch Vorrausetzung für das Einwerben von Fördermitteln, wie die Mitglieder der kommunalen Arbeitsgruppe erläuterten.

In diesem Zusammenhang machte der Sportbund darauf aufmerksam, nicht die städtischen Sportstätten zu vergessen, die von Vereinen gepachtet und betrieben werden.

Auch hier seien Investitionen in Größenordnungen erforderlich, die ohne Hilfe des Eigentümers Universitäts- und Hansestadt Greifswald  nicht umgesetzt werden könnten.

Dass die Universität mit ihren mehr als 10.000 Studierenden nicht in die Konzeption eingebunden und damit in die Pflicht genommen wird, empfanden Vertreter des Sportbundes als nachteilig. In Ermangelung bzw. grober Vernachlässigung eigner Sportstätten würden kommunale Einrichtungen zum Nachteil der Sportvereine umfangreich genutzt. Hier sollte Zusammenarbeit auch durch das Land eingefordert werden.

Zur Sprache kam auch der Zustand des Freizeitbades.

Im Rahmen der Erarbeitung der Sportentwicklungsplanung, die bis 2028 Aussagen treffen wird, sollte unbedingt auch die Perspektive und Entwicklung des Freizeitbades berücksichtigt werden. Dann ist dieses Schwimmbad fast 30 Jahre alt. Hinzu komme, dass der

Nutzungsvertrag zwischen  Stadtverwaltung  und Stadtwerken 2018 ausläuft und dass nach Meinung der Schwimmer und weiteren maritimen Greifswalder Vereinen die dort regelmäßig trainieren, eine erhebliche Beitragsanhebung zu befürchten sei. Auch hier sei die Stadt als ausgleichendes Element gefragt.

Die Frage, ob nach Schließung der Geschäftsstelle des Kreissportbundes in der Hansestadt der Stadtsportbund eine durch die Stadt finanzierte Stelle im Volksstadion vorhalten solle, wurde grundsätzlich befürwortet. Allerdings sollte sich ein so finanziertes Hauptamt ausschließlich als Bindeglied zwischen Sport, Politik und Verwaltung der Stadt verstehen.

Konkurrenz zum KSB bzw. Zweigleisigkeit der Sportverwaltung sollte ausgeschlossen sein.

Bei er Ausschreibung und Besetzung einer solchen Halbtagsstelle bot der Sportausschuss dem Sportbund Hilfe und Unterstützung an. Darauf werde der Sportbund gerne zurückgreifen, so dessen Vorsitzender, Bernt Petschaelis.