Sportbund will Denkmal für Ryckhangler

Schaffung einer touristischer Sehenswürdigkeiten in Wieck/Eldena durch die Hansestadt

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als es noch keine Brückenverbindung zwischen

Eldena und Wieck gab, sind wettkampfähnliche Überquerungen des Flusses an einem Seil überliefert.  Dieses sportlich anspruchsvolle Ereignis erlebte insbesondere nach der Wende mit der Neuausrichtung des traditionellen Fischerfestes einen ungeahnten Aufschwung  und wurde  zu einem Publikumsmagneten. Heute wird das Seil an der jahrhundertealten Eiche vor der Gaststätte zur Fähre in Wieck befestigt und auf  der Eldena-Seite durch einen Traktor gespannt. Hunderte Zuschauer drängen sich auf der historischen Zugbrücke und an beiden Uferseiten, um zwei stundenlang die Wagemutigen zu sehen, die die 42m – Distanz am Seil überwinden wollen. Tatsächlich gelingt dies im Durchschnitt rund einem Drittel der Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung oft spontan und übrigens unentgeltlich stellen.

In den vergangenen 20 Jahren waren das immerhin fast 200 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, während über 400 Sportfreunde den Ryck  nach Absturz unfreiwillig durchschwammen.

Organisiert und durchgeführt wird das Ryckhangeln seit jeher vom Sportbund Hansestadt Greifswald. Dessen langjähriger Geschäftsführer und heutiges Vorstandsmitglied,

Reinhard Bartl, trat bereits vor 15 Jahren an die Hansestadt mit dem Vorschlag heran, auf der Eldenaer Seite ein Denkmal für die Ryckhangler zu errichten, das gleichzeitig als zweiter Befestigungspunkt gegenüber der Eiche vor „Der Fähre“ dienen sollte.

Name und Herkunftsort der jährlichen Sieger sollten dort eingraviert werden.

Da sich bereits schweizer Soldaten und amerikanische Studentinnen in die Siegerlisten eintragen konnten, wäre auch das Herkunftsland interessant.

Der Vorschlag besagte weiterhin, mit der Universität zusammenzuarbeiten, deren Kunststudenten einen Entwurf anfertigen und deren Geschichtsstudenten im Rahmen einer Jahresarbeit alle bisherigen Sieger ermitteln könnten.

Sowohl in anderen Bundesländern, als auch im Ausland-so Bartls Argumentation- stünden Denkmäler oder Gedenktafeln an Orten, an denen einem Heimatdichter ein Reim einfiel (Kickelhahn) oder ein Lokalfürst eine Rast einlegte. (Heinrichsruh)

Seit 15 Jahren  steht in jedem städtischen Auswertungsprotokoll des Fischerfestes die o.g. Forderung des Sportbundes. Einmal wurde mit dem Hinweis, dass man nicht für jede Sportart ein Denkmal errichten könne, abschlägig darauf geantwortet. Seither nicht mehr.

Auch bei der diesjährigen Auswertung am 26. September im Senatssaal wird der Sportbund seinen Vorschlag wiederholen, sich dann aber an die Ortsteilvertretung Wieck/Eldena wenden, weil die Verwaltung offenbar kein Interesse an der touristischen Aufwertung dieses Ortsteiles hat, oder sie die damit verbundene Arbeit scheut.

 

Greifswalder Sportbund schlägt ein Denkmal oder eine Informationstafel als touristische Sehenswürdigkeit über das Ryckhangeln vor
Greifswalder Sportbund schlägt ein Denkmal oder eine Informationstafel als touristische Sehenswürdigkeit über das Ryckhangeln vor
Greifswalder Sportbund schlägt ein Denkmal oder eine Informationstafel als touristische Sehenswürdigkeit über das Ryckhangeln vor