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Starker Sport – Starke Kommunen

Städte und Gemeinden als Räume der Bewegung Sport ist ein bedeutender und integraler Bestandteil der kommunalen Gesellschaft. Von daher war es
folgerichtig, dass 2008 eine Kooperationsvereinbarung  zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund
sowie dem Deutschen Städtetag unter der Überschrift „Starker Sport – starke Städte und Gemeinden“ geschlossen wurde. In der Vereinbarung werden die zentrale Rolle der kommunalen Sportpolitik herausgestellt und konkrete Handlungsempfehlungen für die künftige Zusammenarbeit der Verbände beschrieben. Für den Deutschen Städte- und Gemeindebund ist es an der Zeit, an diese Vereinbarung zu erinnern und die Partnerschaft von Sport und Kommunen zu bekräftigen. Die Städte und Gemeinden sind gut beraten, Sport und Bewegung einschließlich der Sportvereine zu fördern und zu unterstützen. Der Sport wirkt bei Bildungs- ujnd Erziehungsprozessen, der Inklusion und Integration, Gesundheitsförderung, Werteorientierung und Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen mit. Er ist unverzichtbarer Teil unseres kulturellen und sozialen Lebens. 1. Sport und Freizeit sind Standortfaktoren und unverzichtbarer Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge Sport und Freizeit sind in der heutigen Gesellschaft wichtige Standortfaktoren und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in den Städten und Gemeinden. Nicht nur im Urlaub, sondern auch im alltäglichen Leben erwarten die Menschen ein attraktives Sport- und Freizeitangebot für sich und ihre Kinder. Wichtige Aufgabe der Kommunen ist es daher, wohnortnahe Spiel- und Sportanlagen für ihre Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen.

Neben den klassischen Sportplätzenoder Sporthallen bieten dabei auch Parks und Grünanlagen nicht nur Raum für Naherholung oder Freizeitgestaltung, sondern stellen auch
Sport- und Bewegungsflächen für die Menschen dar. Das Sportverhalten der Menschen ändert sich. Nur noch ein Drittel der Aktivitäten finden in Sportvereinen statt, zwei Drittel dagegen individuell und unorganisiert. Über 50% der aktiven Menschen nutzen den öffentlichen Raum (Parks, Frei- und Grünanlagen, Wege, Plätze und Freiflächen) für ihre Aktivitäten. Auch der demografische Wandel hat Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten. Kinder und Jugendliche interessieren sich neben den Mannschaftssportarten z.B. für Trendsportarten wie Parkour, Bike-Polo, Crossgolf oder Slackline, während für ältere Menschen Fitness, Radfahren, Wandern oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Vorausschauende und nachhaltige Stadtplanung berücksichtigt diese Wünsche der Einwohner. Kommunen, denen es gelingt, Sportund Freizeitangebote mit einem aktiven Vereinsleben zu kombinieren, entfalten eine hohe Bindungswirkung und stärken die sozialen Strukturen. Sportstätten sind nicht nur Orte, wo Menschen sich bewegen, sondern auch Einrichtungen, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Freizeit in ihrer Kommune erleben können. Es darf nicht unterschätzt werden, dass die Attraktivität nicht nur für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Wirtschaftsunternehmen von den vorhandenen sportlichen Angeboten abhängt.