Bürgerschaftsmitglieder der SPD-Fraktion besuchen Vereinssportstätten (1)

Am Sonnabend besuchten die SPD-Bürgerschaftsmitglieder Dr. Monique Wölk (Bauausschussvorsitzende), Dr. Andreas Kerath (Fraktionsvorsitzender) und Erik von Malottki (Bildungsausschussvorsitzender) sowie Vorstandsmitglieder des Greifswalder Sportbundes vier Vereinssportstätten in Greifswald und tauschten sich in den Gesprächen mit Mitgliedern der einzelnen Vereinsvorstände zu den Problemen des Zustandes und der Bewirtschaftung dieser Liegenschaften durch die Vereine aus. Dabei machten sie sich ein Bild vom aktuellen Zustand der einzelnen kommunalen Sportstätten, erfuhren vom großen Engagement der Vereine seit vielen Jahren und waren sehr interessiert hinsichtlich zukünftiger Vorhaben und Pläne. Werden doch diese auf der Basis von Pachtverträgen bewitschafteten kommunalen Sportstätten seit vielen Jahren von den jeweiligen Sportvereinen nicht nur bewirtschaftet, sondern durch Investitionen auch aufgewertet. Damit werden jährlich auch umfangreiche Sach- und Personalkosten im städtischen Haushalt eingespart.

Auf der Sportanlage in Eldena an der Hainstraße, die von der HSG Uni Greifswald bewirtschaftet und von 6 verschiedenen Sportarten genutzt wird, gibt es unterschiedlich große Probleme. Um das vorhandene Gebäude u.a. mit Umkleideräumen und Toiletten/Duschen und marodem Dach vernünftig herzurichten, werden ca. 140 .000 Euro benötigt. Auch die gesamte Platzanlage muß schrittweise erneut was, was geschätzte 300.000 Euro kostet. Diese Anlage ist unverzichtbar für die dort trainieren Sportarten, da es dafür keine Ausweichmöglichkeiten in Greifswald gibt.

Auch die Sportstätte des FSV Blau-Weiß Greifswald am Georgsfeld wurde intensiv besichtigt. In den Wintermonaten sind die vorhandenen Plätze kaum bespielbar und die ca. 250 Vereinsmitglieder, überwiegend Kinder- und Jugendliche, benötigen dringend auf der Vereinsanlage einen Kunstrasenplatz. Dieser würde eine ganzjährige Nutzung der Heimstätte des FSV Blau-Weiß ermöglichen, das Volksstadion entlasten und damit dem Fußballsport in Greifswald insgesamt sehr helfen. Ca. 700.000 Euro werden schätzungsweise dafür benötigt.

Nächster Ort war die Sportstätte des Seesportclubs am Eisenhammer. Trotz großem Engagement über Jahrzehnte und die damit verbundene erheblicher Aufwertung der gesamten Anlage gibt es auch dort große Probleme, die nur mit Hilfe der Stadt zukünftig gelöst werden können. Große Veranstaltungen sind aktuell nicht durchführbar, da die sanitären Anlagen zu klein und nicht ausreichend sind und Teile der Uferbefestigung stark sanierungsbedürftig sind. Darüber hinaus muß aufgrund des großen Wildschweinbestandes die Umzäunung wesentlich stabiler gestaltet werden.

Zum Abschluss der Rundreise ging es in die Stadtrandsiedlung zum HFC Greifswald 92 e.V. in den Hengste-Park. Eine Sportanlage, die aus zahlreichen Provisorien besteht. Die sechs Nachwuchs- und zwei Männermannschaften können in den Wintermonaten die Sportplatzanlage nicht nutzen und Ausweichmöglichkeiten gibt es nur in begrenztem Umfang und schon gar nicht in der Nähe der Stadtrandsiedlung. Neben diesen Problemen gilt es zukünftig insbesondere darum, das mit sehr großen Mängeln behaftete Vereinshaus zu erneuern. Dies wird sicher nur durch einen Neubau zu lösen sein. Den Gedanken, das Vereinsgelände eventuell langfristig an den Standort der geplanten neuen Grundschule zu verlagern, um damit Synergieeffekte zu erzielen und gleichzeitig am jetzigen Standort zusätzlich Bauland zu schaffen, fanden alle Gesprächsteilnehmer hoch interessant.