Bericht-von-der-Ausschusssitzung-für-Sport,Jugend-und-Soziales-am-5.März-2018-sportbund-greifswald-02

Zahlreiche kommunale Sportthemen wurden im Rahmen der letzten Ausschusssitzung für Sport, Jugend und Soziales angesprochen und diskutiert.

Unter dem Tagesordnungspunkt Fragen der Bürger und Einwohner brachten der Greifswalder Ruderclub “Hilda” 1892 und die Kanuten der HSG Universität Greifswald ihr Unverständnis zum Ausdruck, im Bereich des jetzt schon eingeengten Ryckbereiches zusätzlich Hausboote anzusiedeln. Lärmbelästung durch tägliches Training der Ruderer, Drachenboote und Motorboote für die Bewohner der eventuellen Hausboote und eine weitere Einengung der Wasserbreite des Rycks würden dazu führen, dass der maritime Sport weitere Einschränkungen hinnehmen und das Drachbootfest nicht mehr durchführbar sein wird. Bereits die Entwicklung der Yachzentrums mit zahlreichen zusätzlichen Liegeplätzen, der Ausbau des Museumshafens und der Verlagerung zahlreicher Vereinsliegeplätze durch den Bau des Sperrwerks Richtung Stadthafen haben bereits zu großen Nachteilen für die maritimen Sportarten geführt.

Darüber hinaus brachte Bernd Grommelt erneut sein Unverständnis bezüglich der Parkplatzsituation für die Kanusportler in der Hafenstraße und die damit verbundene unbefriedigende Positionierung der Stadtverwaltung zum Ausdruck. In dieser Frage gilt es noch vor der Sommerpause eine tragbare Lösung zwischen Stadtverwaltung und Sportverein zu finden, da es ansonsten eine große Unzufriedenheit bei zahlreichen Drachenbootsportlern, Kanuten und damit auch zahlreichen Bürgern der Stadt geben wird.

Bei der Vorstellung von Variantenuntersuchungen bezogen auf die Sanierung der Sporthalle III in Schönwalde II gab es erste grundsätzliche Vorschläge vom Sportbund und den Sportvereinen. So brachten die Ruder- und Kanusportler eindrucksvoll zum Ausdruck, dass der vorhandene Kraftraum unbedingt erhalten werden muss, da er sehr intensiv auch in Verbindung mit der Sporthalle seit Ende der 70er Jahre genutzt wird und weitere Krafträume in kommunalen Sportstätten nur begrent vorhanden sind. In die Instandhaltung und Ausstattung haben beide Vereine bereits umfangreich investiert und weitere Investitionen sind für die Zukunft vorgesehen. Der Vorsitzende des Greifswalder Sportbundes, Bernt Petschaelis, verwies darauf, dass bei der Sanierung unbedingt Zuschauerplätzen für 199 Personen einzuordnen sind, da sich bei sportlichen Veranstaltungen teilweise 100 bis 200 Personen in der Sporthalle befinden und damit gegen die Versammlungsstättenverordnung verstoßen wird. Eine Sanierung von über 4 Millionen Euro sollte auch immer zukunftsorientierend sein. Die Einordnung dieser Plätze wäre über den Umkleideräumen denkbar. Weiterhin machte er darauf aufmerksam, bei der Ausstattung der Halle darauf zu achten, dass für die Geräteräume einheitliche Schränke angeschafft werden, um auch den Sportvereinen vernünftige Möglichkeiten der Lagerung von Sportmaterial zu sichern.

Eine CDU-Vorlage zur Erstellung einer Liste von sanierungsbedürftigen Vereinssportstätten stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Da im Rahmen der Erstellung der Sportentwicklungsplanung diese geforderte Liste bis Juni durch das beauftragte Institut aus Potsdam voraussichtlich vorliegt, ist das Anliegen dieser Vorlage durchaus realisierbar. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass möglichst bis Sommer 2018 ein oder zwei Vereinsprojekte zumindest angeschoben werden, da zu dieser Zeit der kommunale Haushalt für die Jahre 2019/2020 erstellt wird und die dringend notwendige Hilfe der Stadt bei der Sanierung von Vereinssportstätten nicht noch zwei oder drei Jahre ausgesetzt wird.

Aus dem Ausschuss heraus wurde deutlich gemacht, dass es dringend notwendig ist, nun endlich die Sportförderrichtlinie und die Satzung zur Nutzung kommunaler Sportstätten zu überarbeiten. So gilt es zahlreiche Dinge wie z.B. die Einordnung der Liegeplätze der Segler, die Einordnung der Verwaltungsvorschrift für Investitionen, stärkere Förderung von Vereinssportstätten oder neue Regelungen mit dem Freizeitbad einzuordnen bzw. neu zu regeln. Da beide Dokumente nicht direkt mit der Erarbeitung der Sportentwicklungsplanung im Zusammenhang stehen, kann damit umgehend begonnen werden. Der Sportbund Greifswald hat dabei seine Unterstützung angeboten.

Weiterhin wurde die Sportverwaltung gebeten darauf zu achten, dass der kreisliche Fußballfachverband  nicht zahlreich Termine wie z.B. in der Mehrzweckhalle blockiert und damit Greifswalder Vereine benachteiligt werden. Wenn auch die zu zahlenden Gebühren in Sporthallen des Kreises überwiegend höher sind als in Greifswald, kann es nicht sein, dass immer mehr nach Greifswald ausgewichen wird und Greifswalder Hallensportarten eventuell das Nachsehen haben.

Frau Felkel wurde daran erinnert, dass es bereits im vergangenen Jahr konkrete Gespräche gab, in diesem Jahr die überalterte und schlecht funktionierende  Anzeigetafel in der Mehrzweckhalle zu erneuern, da gerade in dieser Halle zahlreiche überregionale Wettkämpfe stattfinden. Der kommunale Haushalt sollte dies zum jetzigen Zeitpunkt hergeben, da die Investition überschaubar ist.

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