Bericht-vom-Sportausschuss-der-Greifswalder-Bürgerschaft-vom-27.August-2018

Sportausschuss vertagt Abstimmung zur Neufassung der Sportförderrichtlinie

  • Diskussionsbedarf insbesondere bei Investitionszuschüssen
  • Ausschussvorsitzende fordert Aufklärung zu Gerüchten ums Volksstadion

 

Ein wesentlicher Beratungsgegenstand der Sportausschusssitzung vom 27.08.2018 war die Neufassung der städtischen Sportförderrichtlinie.

Sie heißt nun

 „Satzung zur Förderung des Sports in der Universitäts-und Hansestadt Greifswald“,

ist eine Zusammenfassung dreier bisheriger Dokumente zur Sportförderung, stellt somit eine Vereinfachung dar und ist inhaltlich und strukturell klar gegliedert.

Dem Lob der Ausschussvorsitzenden Mignon Schwenke über die gute Arbeit der Verwaltung schloss sich auch der Sportbundvorsitzende Bernt Petschaelis an.

Wie nicht anders zu erwarten gab es Kritik der betroffenen Vereine hinsichtlich der veränderten Förderhöhen.

Von vielen unbemerkt und von der Verwaltung auch nicht kommuniziert wurde die Einstiegshöhe bei der Rückerstattung von Miet-und Pachtgebühren von 100% auf 90% abgesenkt. Eine Begründung dafür erfolgte nicht.

Eine solche grundsätzliche Verschlechterung der Bedingungen für die Vereine, die den Haushalt der Kommune durch Bewirtschaftung ihrer Sportstätten ohnehin entlasten, wird der Sportbund als deren Interessenvertreter nicht hinnehmen.

 

Die erfreuliche Bereitschaft der Stadt, die Vereine bei Investitionen und der Einwerbung von Fördermitteln des Landes zu unterstützen, wird durch die konkreten Auflagen dafür praktisch hinfällig.

Welcher Verein ist schon in der Lage, für einen Kunstrasenplatz, der 800.000 € kostet, einen Eigenanteil von 300.000 € aufzubringen, wenn die Stadt, der der Platz letztlich gehört, nur 100.000 € beisteuern will? Damit gehen der Stadt 400.000 € an Landesfördermitteln verloren. Für den Sportbund unverständlich. Diese und einige andere redaktionelle Ungereimtheiten des Entwurfes veranlassten die Vorsitzende,  den Antrag auf Vertagung der Abstimmung zum Entwurf zu stellen, um den Betroffenen und den Fraktionen Gelegenheit zu geben, sich eingehender mit der Problematik zu beschäftigen.

Diesem Vorschlag wurde zugestimmt. Der Sportbund wird den Fraktionen seine  begründeten Änderungsvorschläge in Form einer Synopse zum Entwurf zukommen lassen.

 

Zu Gerüchten, die Stadt wolle das Funktionsgebäude des Volksstadions an den Greifswalder Fußballclub (GFC) verkaufen-Gespräche mit der Verwaltungsspitze hat es dazu nachweislich gegeben- forderte die Ausschussvorsitzende eine rückhaltlose Aufklärung der Öffentlichkeit über das Vorhaben, um weiteren Spekulationen und Ängsten Betroffener entgegenwirken zu können.